Ein Haus wie aus einem Märchen

Die Casina delle Civette ("House of the Owls") ist einer der überraschendsten und fotogensten Orte Roms: ein kleiner Bau, der einem nordischen Märchen entsprungen scheint, mitten im Park der Villa Torlonia. Zwischen Türmchen, Loggien, spitzen Dächern, bunten Majoliken und geschnitztem Holz ist sie das faszinierendste Beispiel für Jugendstil-Architektur in der Stadt. Ihr wahrer Schatz aber sind die außergewöhnlichen Kunstglasfenster.

Der Name geht auf ein Motiv zurück, das in den Verzierungen immer wiederkehrt: die Eulen, die zusammen mit Fledermäusen, Pfauen, Blumen und Drachen die Glasfenster und Majoliken bevölkern – eine märchenhafte und stellenweise unheimliche Bilderwelt.

Die Kunstglasfenster

Das Herzstück der Casina sind ihre mehrfarbigen Glasfenster, heute vereint im Museum für Jugendstil-Glasfenster (Museo della Vetrata Liberty), dem einzigen seiner Art in Rom. Anfang des 20. Jahrhunderts von Glasmeistern nach Künstlerentwürfen geschaffen, zeigen sie Eulen, Rosen, Efeu, Landschaften und Figuren von außergewöhnlicher Qualität und Farbenvielfalt. Das Licht, das hindurchfällt, schafft in jedem Raum eine eigene, magische Stimmung. Ein unvergessliches visuelles Erlebnis, besonders für Liebhaber von Design und dekorativer Kunst.

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Von der Residenz des Prinzen zum Museum

Ursprünglich, im 19. Jahrhundert, war sie nur eine schlichte Schweizer Hütte (capanna svizzera) im Park. Zwischen dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde sie dann zum extravaganten Wohnsitz des Prinzen Giovanni Torlonia jr. umgebaut, der sie zu seinem abgeschiedenen Rückzugsort weitab vom Casino Nobile machte. Nach Jahrzehnten des Verfalls und einem Brand wurde die Casina kunstvoll restauriert und als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht: ein seltenes Beispiel des römischen Jugendstils, das gerettet und aufgewertet wurde.

Worauf Sie beim Besuch achten sollten

Achten Sie während Ihres Besuchs auf:

  • Die Glasfenster der verschiedenen Räume (die Eule, die Rosen, der Efeu, der Pfau).
  • Die bunten Majoliken und die Details aus Schmiedeeisen und Holz.
  • Die intimen, unregelmäßig geschnittenen Räume, die als privater Rückzugsort gedacht waren.
  • Den Kontrast zur Pracht des nahen Casino Nobile.

So planen Sie Ihren Besuch

Die Casina delle Civette besichtigt man mit Eintrittskarte (siehe den Ratgeber zu Tickets und Öffnungszeiten der Villa Torlonia). Rechnen Sie mit rund 40–45 Minuten, um die Glasfenster in Ruhe zu genießen. Ideal lässt sie sich mit dem Casino Nobile und einem Spaziergang im Park verbinden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die Casina delle Civette? Ein kleiner Bau im Jugendstil im Park der Villa Torlonia, einem Märchenhaus ähnlich, berühmt für seine außergewöhnlichen Kunstglasfenster. Heute ist sie das Museum für Jugendstil-Glasfenster (Museo della Vetrata Liberty).

Warum heißt sie "delle Civette"? Wegen des in den Verzierungen und Glasfenstern immer wiederkehrenden Motivs: der Eulen, die zusammen mit anderen Tieren und Blumen die märchenhafte Bilderwelt des Hauses bevölkern.

Was gibt es im Inneren zu sehen? Die prächtigen mehrfarbigen Glasfenster des Museums für Jugendstil-Glasfenster, die Majoliken, die Details aus Eisen und Holz sowie die intimen Räume des einstigen Wohnsitzes des Prinzen Torlonia.

Wie viel Zeit braucht man für den Besuch? Etwa 40–45 Minuten, um die Glasfenster in Ruhe zu bewundern; mehr, wenn man das Casino Nobile und den Park hinzunimmt.

Eignet sich die Casina delle Civette für Designliebhaber? Auf jeden Fall: Sie ist das faszinierendste Jugendstil-Beispiel Roms, ein unverzichtbares Ziel für alle, die dekorative Kunst, Glasfenster und Art Nouveau lieben.

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Artikel #376 · Kategorie: Monumente · Aktualisiert: Mai 2026