Eine intakte barocke Sammlung
Die Galleria Spada ist eine der wenigen quadrerie (picture-gallery hang) des 17. Jahrhunderts in Rom, die unverändert erhalten geblieben sind: die Sammlung von Kardinal Bernardino Spada, bis heute so präsentiert wie im Seicento. Das sollten Sie bei Ihrem Besuch nicht verpassen.
Die vier Säle der quadreria
Das Museum erstreckt sich über vier reich ausgestattete Säle, in denen die Gemälde in mehreren Reihen vom Boden bis zur Decke hängen, ganz nach dem alten Geschmack der quadreria. Es ist ein anderes Erlebnis als in modernen Museen: Die dichte, theatralische Gesamtwirkung gehört zum Reiz. Die Säle bewahren außerdem Möbel, antike Skulpturen und Globen aus dem Besitz der Familie Spada.
Die Gemälde
Zur Sammlung zählen Gemälde des 16. und 17. Jahrhunderts mit Meistern wie:
- Guercino, Guido Reni und weiteren Meistern des Barock.
- Werke der venezianischen und bolognesischen Schule.
- Porträts, Stillleben sowie mythologische und sakrale Szenen.
Dazu kommen Kuriositäten wie wissenschaftliche Instrumente und Objekte der Epoche, die von der Kultur eines sammelnden Kardinals erzählen.
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Die Prospettiva del Borromini
Das eigentliche Glanzstück befindet sich jedoch im Innenhof: die berühmte Prospettiva del Borromini (Borromini's forced-perspective gallery), eine Säulengalerie, die das Auge täuscht. Sie wirkt sehr lang (etwa 37 Meter), mit einer lebensgroßen Statue am Ende, misst in Wirklichkeit aber weniger als 9 Meter, und die Statue ist gerade einmal 60 cm hoch. Es ist eines der genialsten perspektivischen Spiele der Architekturgeschichte. Wir widmen ihr eine eigene Anleitung: die Prospettiva del Borromini.
Der Palast und die Stuckarbeiten
Auch der Palazzo Spada ist ein Wunderwerk: Fassade und Innenhof sind mit feinsten Stuckarbeiten überzogen, mit Statuen und Dekorationen, die ihn zu einem der elegantesten Paläste des Zentrums machen. Es lohnt sich, sie schon bei der Ankunft zu bewundern.
So planen Sie Ihren Besuch
In 30-45 Minuten sehen Sie alles in Ruhe:
- Die vier Säle der quadreria (Gemälde, Skulpturen, Möbel)
- Die Stuckarbeiten des Palasts und des Innenhofs
- Die Prospettiva del Borromini (fragen Sie am Eingang, wie Sie sie sehen können)
Häufige Fragen
Was sollte man in der Galleria Spada sehen? Die vier Säle der quadreria aus dem 17. Jahrhundert (Gemälde von Guercino, Guido Reni und anderen, Skulpturen und Möbel), die Stuckarbeiten des Palasts und im Innenhof die berühmte Prospettiva del Borromini.
Was ist die quadreria der Galleria Spada? Die Sammlung von Kardinal Bernardino Spada, präsentiert wie im Seicento, mit den Gemälden in mehreren Reihen vom Boden bis zur Decke: ein seltenes Beispiel einer intakten quadreria.
Welche Künstler sind zu sehen? Meister des 16. und 17. Jahrhunderts wie Guercino, Guido Reni und andere, dazu Werke der venezianischen und bolognesischen Schule, Porträts und Stillleben.
Was ist die Hauptattraktion? Die Prospettiva del Borromini im Innenhof: eine optische Täuschung, die eine nur 9 Meter lange Galerie sehr lang erscheinen lässt.
Wie viel Zeit braucht man, um alles zu sehen? Etwa 30-45 Minuten für die Säle, die Stuckarbeiten und die Prospettiva.
Lesen Sie auch
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Artikel #445 · Kategorie: Monumente · Aktualisiert: Mai 2026