Das anrührendste Denkmal Roms
Auf der Piazza della Minerva, nur wenige Schritte vom Pantheon entfernt, steht eines der beliebtesten und meistfotografierten Denkmäler Roms: ein kleiner Elefant aus Marmor, der einen ägyptischen Obelisken auf dem Rücken trägt. Entworfen von Gian Lorenzo Bernini und im Jahr 1667 ausgeführt, verbindet dieses Denkmal mit Ironie und Anmut die Eleganz des Barock, das Exotische des Elefanten und das Geheimnis des alten Ägypten. Man kann ihm einfach nicht ohne ein Lächeln begegnen.
Warum er „Pulcino della Minerva“ heißt
Der volkstümliche Beiname ist eigenwillig: „Pulcino della Minerva“. Sein Ursprung ist nicht ganz gesichert, doch man vermutet, er gehe auf eine Verballhornung von „porcino“ zurück (wegen der gedrungenen Form des Elefantino) oder auf den Namen des Bildhauers, der ihn nach Berninis Entwurf ausführte. Mit der Zeit haben die Römer ihn liebevoll so getauft, und der Name ist geblieben.
Der ägyptische Obelisk
Der Obelisk, den der Elefant trägt, ist ein echter ägyptischer Obelisk, von geringer Größe, aus der Zeit der Pharaonen und in dieser Gegend gefunden (wo einst ein antiker Tempel der Isis stand). Bernini ließ ihn nach einer ganz bestimmten Idee auf den Rücken des Elefanten setzen: Das Tier, Sinnbild für Kraft und Klugheit, trägt das antike Wissen, das der Obelisk verkörpert. Eine Inschrift am Sockel erklärt genau dies — dass es eines kräftigen Geistes bedarf, um ein gefestigtes Wissen zu tragen.
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Die Legende von der „Geste“ des Elefanten
Eine bei den Römern sehr beliebte Anekdote betrifft die Ausrichtung des Elefanten: Sein Hinterteil weist zu einem nahen Kloster. Die Legende erzählt, Bernini habe das Tier — im Streit mit den Mönchen, die das Projekt kritisiert hatten — aus Trotz so ausgerichtet, mit zur Seite geschobenem Schwanz in einer vielsagenden Geste. Es ist fast sicher nur eine Anekdote, doch sie gehört zum volkstümlichen Reiz des Denkmals.
Wo es sich befindet und wie Sie es sehen
Der Elefantino steht im Freien auf der Piazza della Minerva, vor der Basilica di Santa Maria sopra Minerva, einen Steinwurf vom Pantheon entfernt. Er ist jederzeit kostenlos zu sehen, auch abends, wenn er beleuchtet ist. Nutzen Sie die Gelegenheit, auch die Basilika dahinter zu besichtigen: Lesen Sie dazu unseren Führer zu Santa Maria sopra Minerva.
Häufige Fragen
Wer hat den Elefantino entworfen? Gian Lorenzo Bernini, von dem der Entwurf stammt; das Denkmal wurde 1667 ausgeführt und auf der Piazza della Minerva aufgestellt.
Warum heißt er „Pulcino della Minerva“? Es ist ein volkstümlicher römischer Beiname: Man vermutet, er gehe auf eine Verballhornung von „porcino“ zurück (wegen der gedrungenen Form) oder auf den Namen des ausführenden Bildhauers. Der liebevolle Name ist über die Zeit geblieben.
Ist der Obelisk echt? Ja: Es ist ein kleiner originaler ägyptischer Obelisk aus pharaonischer Zeit, gefunden in der Gegend, in der einst ein antiker Isis-Tempel stand.
Was bedeutet der Elefant mit dem Obelisken? Der Elefant, Sinnbild für Kraft und Klugheit, trägt das antike Wissen, das der Obelisk verkörpert: Es bedarf eines kräftigen Geistes, um ein gefestigtes Wissen zu tragen, wie die Inschrift erklärt.
Kann man ihn kostenlos sehen? Ja: Der Elefantino steht im Freien auf der Piazza della Minerva und ist jederzeit kostenlos zu sehen, auch abends in beleuchtetem Zustand.
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Artikel #351 · Kategorie: Monumente · Aktualisiert: Mai 2026