Das Museum des 19. und 20. Jahrhunderts in Rom
Die Galleria Nazionale d'Arte Moderna e Contemporanea — bekannt als GNAM oder "La Galleria Nazionale" — ist Italiens wichtigstes Museum für die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie liegt in der Viale delle Belle Arti, am nördlichen Rand der Villa Borghese, in einem imposanten Palast, der für die Internationale Ausstellung von 1911 errichtet wurde.
Während die meisten Romreisenden das Antike und das Barocke suchen, bewahrt die GNAM ein anderes, oft überraschendes Erbe: von den Macchiaioli bis zu den Avantgarden, von Canova bis Klimt, von Van Gogh bis Modigliani, bis hin zu Pollock und Fontana. Sie ist die ideale Station für alle, die moderne Kunst lieben und ein reiches, aber wenig überlaufenes Museum suchen.
Ein Palast, geboren für die Kunst
Das Gebäude, der Palazzo delle Belle Arti, wurde vom Architekten Cesare Bazzani für die Ausstellung von 1911 entworfen — anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens des Königreichs Italien — und in den Dreißigerjahren erweitert. Die monumentale Fassade, die weiten, lichtdurchfluteten Säle und die Treppenaufgänge machen ihn zu einem der elegantesten Ausstellungsräume Roms.
Die Sammlung umfasst rund 20.000 Werke aus Gemälden und Skulpturen, und in den letzten Jahren mischten die Inszenierungen oft Epochen und Stile, um unerwartete Dialoge zwischen den Werken zu schaffen.
Die Werke, die Sie nicht verpassen dürfen
Zu den Meisterwerken, die die GNAM berühmt machen:
- Antonio Canova — der imposante Hercules and Lichas, ein Gipfel der neoklassizistischen Bildhauerei.
- Gustav Klimt — The Three Ages of Woman, eines der beliebtesten Werke des Museums.
- Vincent van Gogh — ein Gemälde aus der französischen Schaffensphase, eine der wenigen Leinwände des Künstlers in Italien.
- Amedeo Modigliani, Giacomo Balla, Umberto Boccioni — die italienische Kunst zwischen Porträt und Futurismus.
- Giorgio de Chirico und die Metaphysik.
- Lucio Fontana, Jackson Pollock und die Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Die kommentierte Übersicht finden Sie in unserem eigenen Guide: Was es in der GNAM zu sehen gibt.
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Wo sie liegt und was sich in der Umgebung befindet
Die GNAM liegt in der Viale delle Belle Arti 131, am Rand der Villa Borghese. In unmittelbarer Nähe finden Sie:
- Museo Nazionale Etrusco di Villa Giulia — die bedeutendste etruskische Sammlung der Welt, nur wenige Schritte entfernt.
- Galleria Borghese — innerhalb der Villa Borghese, mit Bernini und Caravaggio (Reservierung obligatorisch).
- Bioparco und die Gärten der Villa Borghese, perfekt für eine Pause.
Eine ideale Gegend, um einen halben Kunsttag zu gestalten — fernab des Trubels im Zentrum.
Wie viel Zeit Sie brauchen
Für einen vollständigen Besuch sollten Sie 1,5–2 Stunden einplanen. Bei wenig Zeit konzentrieren Sie sich auf die Säle der Meisterwerke (Canova, Klimt, Van Gogh) und auf die Avantgarden des 20. Jahrhunderts. In Kombination mit Villa Giulia füllt die GNAM bequem einen halben Tag.
Häufige Fragen
Was ist die GNAM in Rom? Es ist die Galleria Nazionale d'Arte Moderna e Contemporanea, Italiens wichtigstes Museum für die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, mit rund 20.000 Werken. Sie liegt in der Viale delle Belle Arti, am Rand der Villa Borghese.
Welche Künstler sieht man in der GNAM? Unter anderem Canova, Klimt, Van Gogh, Modigliani, Balla, Boccioni, de Chirico, Fontana und Pollock: ein Parcours, der vom Neoklassizismus über die Avantgarden bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts reicht.
Ist die GNAM dasselbe wie die Galleria Borghese? Nein. Die GNAM ist das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in der Viale delle Belle Arti; die Galleria Borghese, innerhalb der Villa Borghese, bewahrt antike und barocke Kunst (Bernini, Caravaggio) und erfordert eine obligatorische Reservierung.
Wie viel Zeit braucht man für den Besuch der GNAM? Etwa 1,5–2 Stunden für einen vollständigen Besuch; weniger, wenn Sie sich nur auf die wichtigsten Meisterwerke konzentrieren.
Lohnt sich ein Besuch der GNAM? Ja, vor allem wenn Sie moderne Kunst lieben: Sie ist reich, elegant und deutlich weniger überlaufen als die Museen im Zentrum, in einer grünen und ruhigen Gegend.
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Artikel #262 · Kategorie: Monumente · Aktualisiert: Mai 2026