Das Museum für zeitgenössische Kunst in Rom

Das MACRO (Museum of Contemporary Art of Rome) ist Roms wichtigster Ort für die Kunst unserer Zeit. Der historische Hauptsitz liegt in der Via Nizza im Viertel Salario-Nomentano, untergebracht in einer ehemaligen Peroni-Brauerei, die zum Museum umgewandelt und später um eine spektakuläre zeitgenössische Architektur erweitert wurde. Hier treffen Forschung, Experiment und neue Ausdrucksformen aufeinander: ein anderes Rom, fernab des klassischen, ideal für alle, die zeitgenössische Kunst, Design und Architektur lieben.

Geschichte und Architektur

Das Museum entstand aus der Umnutzung der ehemaligen Peroni-Fabrik, einem Beispiel für Industriearchäologie vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Zwischen 2007 und 2010 zeichnete die französische Architektin Odile Decq für die Erweiterung verantwortlich, die dem MACRO seine Identität gab: klare Baukörper, eine große Halle, Glasfronten, Rampen und eine berühmte Panoramaterrasse, deren rote Akzente mit Weiß und Schwarz in Dialog treten. Das Ergebnis ist ein Gebäude-Manifest, das selbst zum Werk zeitgenössischer Kunst wird – ein glänzendes Beispiel für den Dialog zwischen der Industrie des 20. Jahrhunderts und zeitgenössischem Design.

Was es im MACRO zu sehen gibt

Das MACRO ist kein Museum der "Meisterwerke in der Vitrine", sondern ein Ort der Forschung: Der Rundgang dreht sich um die Wechselausstellungen, um Künstlerprojekte und um die aktuellsten Ausdrucksformen.

Die Wechselausstellungen

Das Herzstück des MACRO ist sein Ausstellungsprogramm, das häufig wechselt: Einzel- und Gruppenausstellungen, Installationen, Fotografie, Video, Performances sowie Veranstaltungen rund um Verlagswesen und Design. Genau deshalb lohnt es sich immer, vorab zu prüfen, welches Projekt zum Zeitpunkt Ihres Besuchs läuft: Jedes Mal bietet das Museum etwas Neues.

Die Sammlung

Neben den Ausstellungen bewahrt das MACRO eine Sammlung, die der italienischen und internationalen Kunst von der Nachkriegszeit bis heute gewidmet ist: Malerei, Skulptur, Fotografie und neue Medien, die die Entwicklung der zeitgenössischen künstlerischen Ausdrucksformen erzählen. Die Sammlung wird durch Inszenierungen und Rundgänge in Szene gesetzt, die mit den laufenden Ausstellungen in Dialog treten.

Die Architektur von Odile Decq

Ein wesentlicher Teil des Besuchs ist das Gebäude selbst. Nicht verpassen sollten Sie:

  • Die große Halle mit ihren Rampen und schwebenden Baukörpern.
  • Die roten Schnitte, die die weißen und schwarzen Räume beleben.
  • Die Panoramaterrasse auf dem Dach mit Blick über das Viertel.

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Biglietti und Öffnungszeiten

Das MACRO an der Via Nizza verfolgt seit jeher eine sehr besucherfreundliche Eintrittspolitik, mit Phasen freien Eintritts in den Hauptsitz und preisgünstigen Tickets für einzelne Ausstellungen oder Veranstaltungen. Da das Museum ein äußerst dynamisches Programm bietet, können Eintritt und Konditionen je nach laufenden Ausstellungsprojekten variieren: Ein Blick vor dem Besuch lohnt sich immer.

InfoRichtwert
Eintritt HauptsitzHäufig frei (Richtwert, auf der offiziellen Website prüfen)
Einzelne Ausstellungen / EventsMitunter preisgünstiges Ticket
ÖffnungszeitenDienstag bis Sonntag, durchgehend von morgens bis abends
RuhetagMontag geschlossen
Besuchsdauerca. 1 bis 1,5 Stunden
ReservierungHauptsitz meist nicht nötig; für einzelne Ausstellungen oder Abendveranstaltungen evtl. erforderlich

Die Zeiten können sich bei Eröffnungen, Abendveranstaltungen oder Umbauten ändern: Bei einem Recherchemuseum wie dem MACRO ist ein Blick in den aktuellen Kalender besonders hilfreich (Richtangaben, bitte auf der offiziellen Website prüfen).

Anfahrt zum MACRO

Der Hauptsitz des MACRO liegt in der Via Nizza, Ecke Via Cagliari, im Viertel Salario-Nomentano, nordöstlich des historischen Zentrums. Es ist ein Wohnviertel mit guter Verkehrsanbindung, unweit von Villa Borghese und dem Bahnhof Termini.

  • Metro: Die nächstgelegenen Stationen sind Castro Pretorio (Linie B) und Policlinico (Linie B), von wo aus Sie zu Fuß oder mit dem Bus weiterkommen.
  • Bus: Das Viertel wird von zahlreichen Buslinien bedient, die es mit Termini und dem Zentrum verbinden – oft die praktischste Variante.
  • Straßenbahn: Durch das Viertel verlaufen Straßenbahnlinien, die den Bereich um Porta Pia und Termini mit den nördlichen Vierteln verbinden – bequem, um zwischen MACRO, Villa Borghese und dem Zentrum zu pendeln.
  • Auto und Privatfahrer (NCC): Das Wohngebiet Salario-Nomentano bietet zu Stoßzeiten wenig Parkplätze. Mit einem Privatfahrer (NCC) wird der Besuch entspannter: Er setzt Sie direkt vor dem Museum ab und übernimmt Fahrten und Wartezeiten.

Der zweite Standort: MACRO Testaccio und das ehemalige Mattatoio

Die Marke MACRO hatte historisch zwei Standorte: den Hauptsitz in der Via Nizza und eine zweite Seele im Viertel Testaccio, im Mattatoio (ehemaliger Schlachthof) von Rom. Es ist eines der faszinierendsten Beispiele für Industriearchäologie in der Stadt.

Ende des 19. Jahrhunderts erbaut, prägte das Mattatoio über Jahrzehnte das Leben und die Wirtschaft von Testaccio. Nach der Stilllegung wurde es saniert und in ein Kulturquartier verwandelt: Pavillons, Hallen und Vordächer aus Eisen und Backstein beherbergen heute einen eindrucksvollen Kontrast zwischen rauer Industrieästhetik und der Leichtigkeit der zeitgenössischen Kunst. Der Komplex zeigt in der Regel:

  • Wechselausstellungen und Veranstaltungen zeitgenössischer Kunst.
  • Räume für Installationen, Performances und Kulturprojekte.
  • Initiativen rund um Fotografie, Design und Forschung.

Der Reiz von Testaccio liegt auch im Viertel selbst: eine der authentischsten Gegenden Roms, mit dem Monte dei Cocci, dem Mercato di Testaccio und der großen Tradition der römischen Küche. Der Besuch lässt sich ideal mit einem Spaziergang und einem Mittagessen verbinden. Testaccio ist mit der Metro-Linie B (Piramide), mit Bussen und der Straßenbahn 3 erreichbar. Mehr dazu im Stadtführer zum Viertel Testaccio. Prüfen Sie vorab, welcher Standort die Ausstellung beherbergt, die Sie interessiert.

Consigli pratici

  • Vorab online prüfen: Eintritt und Ausstellungen des MACRO ändern sich häufig – informieren Sie sich auf der offiziellen Website über das laufende Projekt.
  • Montags meiden: In der Regel ist dies der Ruhetag.
  • Standort checken: Klären Sie, ob die Ausstellung an der Via Nizza oder in Testaccio stattfindet.
  • Abendveranstaltungen: Das MACRO bietet gelegentlich Abendöffnungen und Sonderinitiativen.
  • Architektur einplanen: Auch Halle, Rampen, rote Akzente und Terrasse von Odile Decq gehören zum Erlebnis.
  • Mit anderen Museen verbinden: Das MACRO kombiniert sich gut mit dem MAXXI (Museum der Künste des 21. Jahrhunderts) im nahen Flaminio, mit der GNAM (Nationalgalerie für moderne Kunst) in der Villa Borghese sowie mit einem Spaziergang durch Villa Borghese und das unweit gelegene Coppedè-Viertel.
  • Sich fahren lassen: Mit privatem Fahrer ersparen Sie sich die Parkplatzsuche und gestalten die Route zwischen den Zentren der zeitgenössischen Kunst flüssig.

So planen Sie Ihren Besuch

In etwa 1 bis 1,5 Stunden sehen Sie das Beste:

  1. Die Halle und die Architektur von Odile Decq
  2. Die laufende Wechselausstellung
  3. Die Rundgänge der Sammlung
  4. Die Panoramaterrasse

Häufige Fragen

Was ist das MACRO? Es ist das Museum für zeitgenössische Kunst Roms, der Kunst unserer Zeit gewidmet. Der Hauptsitz befindet sich in der Via Nizza, in einer ehemaligen Peroni-Fabrik, die von der Architektin Odile Decq erweitert wurde.

Was kostet das MACRO und welche Öffnungszeiten gelten? Das MACRO hatte historisch Phasen freien Eintritts in den Hauptsitz, mit gegebenenfalls preisgünstigen Tickets für einzelne Ausstellungen. In der Regel ist es von Dienstag bis Sonntag durchgehend geöffnet und montags geschlossen. Richtangaben: bitte auf der offiziellen Website prüfen.

Welche Station ist dem MACRO am nächsten? Die nächstgelegenen Metro-Stationen sind Castro Pretorio und Policlinico (Linie B). Das Viertel ist außerdem durch zahlreiche Buslinien und Straßenbahnen gut angebunden.

Wie viele Standorte hat das MACRO? Historisch zwei: den Hauptsitz in der Via Nizza und jenen in Testaccio, im ehemaligen Mattatoio. Prüfen Sie auf der offiziellen Website, welcher Standort die Ausstellung beherbergt, die Sie interessiert.

Lohnt sich der Besuch allein wegen der Architektur? Ja: Der Erweiterungsbau von Odile Decq mit der Halle, den Rampen, den roten Akzenten und der Terrasse ist ein Erlebnis für sich, auch für Designbegeisterte.

Lässt es sich mit anderen Museen verbinden? Ja: Es kombiniert sich gut mit dem MAXXI und der GNAM für eine Route rund um die moderne und zeitgenössische Kunst der Stadt.

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