Wesentliche Informationen

AdressePiazzale Scipione Borghese 5, 00197 Rom
ÖffnungszeitenDi–So 09:00–19:00 (letzter Einlass 17:00)
GeschlossenMontag, 1. Januar, 25. Dezember
Standardeintritt15 € + 2 € Buchungsgebühr = 17 €
Unter 18 Jahren (EU)Kostenlos + 2 € Buchungsgebühr
Erster Sonntag im MonatKostenlos, ohne Reservierung
BesuchsdauerGenau 2 Stunden (verbindliches Zeitfenster)

Wie die Buchung funktioniert

Die Galleria Borghese ist das einzige Museum in Rom, das eine obligatorische Buchung für alle Besuche erfordert, auch für kostenlose. Es gibt 5 Zeitfenster pro Tag: 09:00, 11:00, 13:00, 15:00, 17:00 Uhr.

Wie man bucht: über die Website der Soprintendenza Capitolina (empfohlen 2–4 Wochen im Voraus in der Hochsaison). Tickets sind personalisiert und nicht übertragbar.

Was mitzubringen ist: Ausweis, Buchungsbestätigung (digital oder gedruckt). 10 Minuten vor der Zeitfensterzeit ankommen.

Erdgeschoss (Säle I–X)

Das Erdgeschoss wird von Berninis und Canovas Skulpturen dominiert. Dies ist das Herzstück des Besuchs.

Saal I — Venus Victrix von Canova (1805–1808)

Pauline Bonaparte, Napoleons Schwester, als Venus mit dem Apfel der Zwietracht dargestellt. Die Oberfläche hat eine warme Leuchtkraft durch eine Wachs-Organikfarbstoff-Behandlung — Canovas geheime Technik. Ursprünglich auf einem Drehmechanismus montiert, heute fest.

Saal II — Raub der Proserpina von Bernini (1621–1622)

Bernini war 23 Jahre alt. Plutons Finger sinken in Proserpinas Oberschenkel: Der Marmor verformt sich wie lebendiges Fleisch. Zu den fünf technisch erstaunlichsten Werken in der Geschichte der Skulptur.

Saal III — Apollo und Daphne von Bernini (1622–1625)

Der exakte Moment der ovidischen Metamorphose: Finger, die sich in Äste verwandeln, Haare in Blätter, Haut in Rinde. Ein Distichon am Sockel lautet: Wer flüchtigen Freuden nachläuft, erntet nur Asche und Blätter — hinzugefügt vom späteren Papst Urban VIII. als moralische Rechtfertigung.

Saal IV — David von Bernini (1623–1624)

Die Autorität des Augenblicks: die Schleuder bereits in Bewegung, das Gesicht vor Anstrengung verzerrt. Bernini nutzte sein eigenes Gesicht als Modell — Scipione hielt den Spiegel. Im gleichen Raum: die Aeneas-Gruppe (1618–1619), Berninis erste Skulptur für Scipione.

Saal V — Schlafender Hermaphrodit

Römische Kopie eines griechischen Originals aus dem 2. Jh. v. Chr. Die Marmormatratze ist ein Originalwerk Berninis (1620): ein visueller und technischer Witz, eine barocke Fortsetzung eines klassischen Themas.

Säle VI–VII — Römische Mosaiken

Originale Böden aus dem 2.–3. Jahrhundert n. Chr. mit Gladiatoren, Jagdszenen und mythologischen Figuren. Von Besuchern oft übersehen, gehören sie zu den schönsten der Stadt.

Säle VIII–IX — Die Caravaggios

Saal VIII: Kranker Bacchus (~1593–94), Knabe mit Fruchtkorb (~1593–94). Saal IX: Madonna dei Palafrenieri (1605–06, vom Papst abgelehnt), Heiliger Hieronymus (1605–06), Heiliger Johannes der Täufer (1610), David mit dem Haupt des Goliath (1609–10) — mit einem Kopf, der wahrscheinlich Caravaggios Selbstporträt ist.

Saal X — Venus und Amor von Lucas Cranach dem Älteren (1531)

Werk von ungewöhnlicher nordeuropäischer Qualität in der Sammlung. Die nackte Venus mit dem kleinen Amor, der versucht, sich von den Bienenstöcken zu befreien.

Obergeschoss (Säle XI–XX)

Saal XIV — Raffael, Grablegung Christi (1507)

1608 auf Scipiones Befehl aus der Kirche San Francesco in Città di Castello gestohlen. Raffaels Frühwerk mit deutlichen Bezügen zu Michelangelo.

Saal XX — Tizian, Himmlische und irdische Liebe (~1514)

Das Meisterwerk der Gemäldegalerie. Zwei Frauen — eine gekleidet, eine nackt — an einem Brunnen; die symbolische Bedeutung ist noch immer umstritten. Das rote Gewand der irdischen Liebe gehört zu den berühmtesten Drapierungen in der Renaissancemalerei.

Weitere bedeutende Werke im Obergeschoss:

  • Rubens, Grablegung (~1602)
  • Correggio, Danaë (1531)
  • Antonello da Messina, Männerportrait (~1475)
  • Pinturicchio und zahlreiche venezianische und flämische Werke

Anreise

U-Bahn: Linie A Flaminio (20 Min. Fußweg) oder Spagna (25 Min., bergauf). Bus: 52/53 Via Pinciana (5 Min. Fußweg), 116 Via Pinciana (5 Min.), 910 Porta Pinciana (7 Min.). Straßenbahn: 3 und 19, Viale delle Belle Arti (10 Min. Fußweg). Auto: Tiefgarage Via Aldrovandi (~2 €/Std.).

Praktische Tipps

  • Bestes Zeitfenster: 09:00 (optimales natürliches Licht im Erdgeschoss; minimaler Andrang)
  • Garderobe obligatorisch für Rucksäcke und große Taschen; Wertsachen im Hotel lassen
  • Audioguides: ~5 € in 6 Sprachen; Führungen: 30–50 €/Person in der Gruppe, 150–300 € privat
  • Café: keines im Inneren; Bars in der unmittelbaren Nähe des Parks
  • Barrierefreiheit: Seiteneingang mit Rampe, Aufzug für das Obergeschoss, barrierefreie Toiletten

Mit einem Privatfahrer

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Häufig gestellte Fragen

Kann man nach dem Verlassen wieder eintreten? Nein. Das 2-Stunden-Zeitfenster erlaubt keinen Aus- und Wiedereintritt.

Was passiert bei Verspätung? Verspätungen bis zu 15–20 Minuten werden in der Regel toleriert; darüber hinaus kann das Ticket als ungültig betrachtet werden. Besser 10 Minuten früher ankommen.

Lohnt es sich, für eine Führung zu bezahlen? Für diejenigen, die Bernini und Caravaggio wirklich verstehen wollen: Ja, unbedingt. Für einen schnellen visuellen Besuch: Der Audioguide ist ausreichend.

Wann ist am wenigsten los? Das 09:00-Uhr-Zeitfenster an Wochentagen in der Nebensaison (November–März, Feiertage ausgenommen).

Artikel Nr. 180 — TIER S — MON-09 Galleria Borghese Typ: VOLLSTÄNDIGER REISEFÜHRER Wörter: ~1000

Siehe auch