Piazza della Rotonda

Der Platz, der sich vor dem Pantheon öffnet, heißt Piazza della Rotonda. Er ist einer der meistbesuchten öffentlichen Plätze Roms: tagsüber voller Touristen, abends einer der Treffpunkte des historischen Stadtzentrums.

Der Platz ist vollständig fußgängerfreundlich. Er ist mit dem Auto nicht erreichbar — er liegt innerhalb der Verkehrsbeschränkungszone des historischen Stadtzentrums.

Der Brunnen

Im Mittelpunkt des Platzes steht ein monumentaler Brunnen, der 1575 von Giacomo della Porta entworfen wurde. Der ursprüngliche Entwurf sah ein achteckiges Becken mit Masken, die Wasser ausgießen, und eine Skulpturengruppe in der Mitte vor. Im Laufe des 17. Jahrhunderts wurde der Brunnen erweitert und verändert.

Das auffälligste Element ist der ägyptische Obelisk, der ihn überragt. Er war nicht Teil des ursprünglichen Entwurfs von della Porta: Er wurde 1711 von Papst Clemens XI. (Carlo Albani) hinzugefügt. Der Obelisk ist ägyptischen Ursprungs, kam aber nicht direkt aus Ägypten: Er wurde in Rom im Rione Sant'Eustachio gefunden, in der Nähe des Standorts des Isistempels (Iseum Campense). Er ist ohne Sockel etwa 6 Meter hoch.

Die Kombination Barockbrunnen + ägyptischer Obelisk + römisches Pantheon im Hintergrund ist eine der charakteristischsten visuellen Synthesen Roms: drei Epochen und drei Kulturen im selben Blickfeld.

Das Leben auf dem Platz

Tagsüber erstrecken sich die Tische der Bars und Restaurants um den Brunnen. Der Tischservice an dieser Position ist mit Preisen verbunden, die deutlich höher sind als die in benachbarten Straßen: Ein Kaffee am Brunnen kann das 3- bis 5-fache des Preises einer nicht-touristischen Bar kosten.

Abends, besonders im Frühling und Sommer, belebt sich der Platz mit Straßenmusikern, informellen Treffen und einer Atmosphäre, die in vielen anderen europäischen Stadtzentren kaum zu finden ist. Es ist ein Ort zum Erleben, nicht nur zum Fotografieren.

Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Nähe

Santa Maria sopra Minerva

Einige Schritte vom hinteren Teil des Pantheons entfernt, auf der Piazza della Minerva, steht die Basilika Santa Maria sopra Minerva — Roms einzige gotische Kirche. Die Fassade ist schlicht, fast nüchtern, im Gegensatz zum dominierenden Barock des historischen Stadtzentrums.

Das Innere ist außergewöhnlich: gotische Schiffe mit blauen Sternengewölben, Fresken von Filippino Lippi, das Grab der Heiligen Katharina von Siena (Patronin Italiens) unter dem Hochaltar und der Auferstandene Christus von Michelangelo (1519–1521), eine Marmorstatue neben dem Altar.

Vor der Fassade befindet sich der berühmte Elefant von Bernini (1667): ein kleiner weißer Marmorelefant, der einen antiken ägyptischen Obelisken auf dem Rücken trägt. Das Werk wurde von Alexander VII. (Chigi) in Auftrag gegeben und von Bernini entworfen. Der Elefant wird oft als Symbol für Stärke und Weisheit interpretiert — der kraftvolle Geist, der das Gewicht des Wissens trägt. Er ist eine der beliebtesten Skulpturen Roms und ist merkwürdigerweise fast immer weniger überfüllt als das zweihundert Meter entfernte Pantheon.

Sant'Ignazio di Loyola

Ein paar Gehminuten entfernt, auf der Piazza Sant'Ignazio, steht die Kirche Sant'Ignazio di Loyola — eine der bedeutendsten Jesuitenkirchen Roms, zwischen 1626 und 1650 erbaut.

Das Innere ist für zwei illusionistische Meisterwerke berühmt:

  1. Das gemalte Deckengewölbe von Andrea Pozzo (1691–1694): ein Fresko, das eine Kuppel simuliert, die in Wirklichkeit nicht existiert. Von einem genauen Punkt auf dem Boden aus betrachtet (durch eine Marmorscheibe markiert), ist die Illusion vollkommen. Die Szene stellt die Apotheose des Heiligen Ignatius dar, mit schwebenden Figuren und perspektivischen Architekturen.
  2. Die falsche Kuppel (1685): auch dies ist eine Leinwandmalerei, keine reale Struktur. Die Arbeiten an der echten Kuppel waren mangels Finanzmittel unterbrochen worden, und Pozzo löste das Problem mit einem Trompe-l'œil.

Der Eintritt ist kostenlos. Ein Besuch von 20–30 Minuten in Kombination mit dem Pantheon lohnt sich unbedingt.

Sant'Eustachio il Caffè

Kein Monument, aber eine Institution: Sant'Eustachio il Caffè (Piazza Sant'Eustachio, 82) gilt bei vielen Römern als das beste Café Roms. Der Kaffee wird nach einer traditionellen Methode zubereitet und bereits gezuckert serviert (wer ihn ungesüßt möchte, muss das ausdrücklich sagen). Geöffnet von früh morgens bis spät abends, sieben Tage die Woche.

Der Charakter des Viertels

Das Viertel rund um das Pantheon gehört historisch zum Rione della Pigna (dem neunten Rione Roms, dessen Symbol ein Tannenzapfen ist). Es ist einer der ältesten Rioni des historischen Stadtzentrums mit einer Schichtung, die von der römischen Antike über das Mittelalter bis in die Neuzeit reicht.

Das Stadtgefüge ist äußerst dicht: Die Straßen sind eng, die Gebäude im Verhältnis zu den Straßen hoch, und abgesehen von den Hauptplätzen gibt es kaum offene Räume. Diese Dichte ist das Ergebnis von Jahrhunderten des Bauens auf bestehenden Strukturen, wobei antike Bauten in mittelalterliche und Renaissancepaläste eingearbeitet wurden.

Das Viertel ist stark touristisch geprägt: Es gibt viele Souvenirläden, Touristenrestaurants und Bars mit Außentischen. Die Preise sind generell hoch. Um gut und zu vernünftigen Preisen essen oder trinken zu können, muss man sich mindestens zwei oder drei Häuserblocks von den Hauptplätzen entfernen.

Via dei Cestari und Umgebung

Die Via dei Cestari ist die traditionelle Straße des Handels mit liturgischen Gewändern und religiösen Gegenständen. Sie liegt wenige Schritte vom Pantheon entfernt und führt Richtung Largo Argentina. Sie ist auch für Nicht-Religiöse interessant: Die Läden zeigen Artikel, die man anderswo nicht findet, und die Kontinuität dieser Handelstradition im Herzen des historischen Stadtzentrums Roms ist an sich eine kulturelle Tatsache.

Der historische Kontext des Viertels

Das Viertel liegt auf dem antiken Campus Martius (Marsfeld), dem flachen Gebiet in der Tiberschleife, das im antiken Rom bürgerlichen Versammlungen und militärischen Übungen gewidmet war. Mit dem Wachstum der Kaiserstadt wurde das Marsfeld schrittweise mit Thermen, Theatern, Säulenhallen und Tempeln bebaut — darunter das Pantheon selbst.

Im Mittelalter wurde das Marsfeld zu einem dicht besiedelten Viertel. Antike Strukturen hatten teilweise als Ruinen überlebt oder waren in neuere Gebäude eingegliedert worden. Das Pantheon blieb als Kirche in Nutzung, was seine außergewöhnliche Erhaltung im Vergleich zu anderen römischen Gebäuden derselben Epoche erklärt.

Durch das Viertel rund um das Pantheon zu gehen bedeutet, sich in einem Raum zu bewegen, in dem zweitausend Jahre Geschichte buchstäblich unter den Füßen und in den Mauern der Gebäude präsent sind.

Das Pantheon mit einem Privatfahrer besuchen

Das Pantheon liegt vollständig in der verkehrsbeschränkten Zone des historischen Stadtzentrums von Rom. Eine Anfahrt mit dem Privatwagen zur Piazza della Rotonda ist nicht möglich.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der Obelisk auf der Piazza della Rotonda? Ein ägyptischer Obelisk, der im Rione Sant'Eustachio (in der Nähe des Isistempels) gefunden wurde. Er wurde 1711 auf Wunsch von Papst Clemens XI. auf dem Brunnen von Giacomo della Porta aufgestellt.

Ist Berninis Elefant nahe am Pantheon? Ja. Er steht auf der Piazza della Minerva, etwa 200 Meter vom hinteren Teil des Pantheons entfernt — weniger als drei Gehminuten.

Lohnt es sich, Sant'Ignazio zu besuchen? Unbedingt. Das gemalte Deckengewölbe von Andrea Pozzo ist eines der außergewöhnlichsten Trompe-l'œil-Werke der Welt, und der Eintritt ist kostenlos. 5 Gehminuten vom Pantheon entfernt.

Wo ist das beste Café im Viertel? Sant'Eustachio il Caffè (Piazza Sant'Eustachio, 82) ist eine der berühmtesten Kaffeebars Roms. 3–4 Gehminuten vom Pantheon entfernt.

Ist das Viertel abends sicher? Ja. Das Viertel rund um das Pantheon ist eines der meistbesuchten und am besten überwachten in Rom, sowohl tagsüber als auch abends.

Artikel Nr. 70 — TIER S — MON-04 Pantheon Typ: PRAKTISCH Wörter: ~1.600

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